Dankbarkeit und Erwartung
- Paula Leitner

- 8. Jan.
- 6 Min. Lesezeit

In diesem Blog möchte ich mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr zurückblicken. Und mit Freude und Erwartung auf das schauen, was kommen wird (oder was ich glaube, dass kommen wird). Es gibt so viele Dinge, für die ich im vergangenen Jahr dankbar bin! Zuallererst Gottes Treue und Fürsorge für mich. Danke, Abba, Danke ist sogar ein zu schwacher Ausdruck, um wirklich auszudrücken, was in meinem Herzen vorgeht.
Dankt dem Herrn, denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig!
Ich bin auch sehr dankbar für das Leben, das ich im vergangenen Jahr erhalten habe, und dafür, dass ich mich selbst besser kennengelernt habe. Es macht mir immer mehr Freude, mich selbst zu entdecken 😊. Und ich bin unglaublich dankbar für so viele liebe Menschen, die ich im vergangenen Jahr begegnen durfte, alte Freunde und neue Freunde. Ohne euch alle namentlich nennen zu können, hoffe und bete ich, dass ihr wisst, wer ihr seid!
Außerdem möchte ich gerne einen Überblick über einige Höhepunkte geben. Auch hier ist es unmöglich, alle zu nennen. Wenn also der Höhepunkt, den wir gemeinsam erlebt haben, nicht erwähnt wird, bedeutet das nicht, dass er für mich nicht wichtig war. Es bedeutet nur, dass in diesem Blog nicht genug Platz und Zeit dafür ist 😉.
Ich begann mein Jahr in Eindhoven mit Familie und Freunden. Ein Ort, den ich kenne und wo ich gekannt bin, ein Ort, der mir sehr vertraut ist. Es ist schön, einen solchen Ort zu haben, der sich wie ein Zuhause anfühlt. Während all meiner Wanderungen lerne ich immer mehr, mein Zuhause in Yeshua zu haben. Aber es ist auch eine Freude, einen solchen Ort zu haben, an dem sich auch die Umgebung wie ein Zuhause anfühlt. In der dritten Februarwoche begann meine Reise nach Israel. Die ersten zwei Wochen verbrachte ich zusammen mit Inge, um ihr „mein” Israel zu zeigen und gemeinsam mit ihr mehr zu entdecken. Wir haben Schönheit und Zerbrochenheit gesehen, sind auf den Spuren der Anfänge Israels gewandelt und haben gesehen, was Gott hier in diesen Tagen tut. Als Höhepunkte kommen mir unsere Zeit an der Gihon-Quelle und im Gebetshaus in der Stadt Davids in den Sinn. Und natürlich die Feier meines fünfzigsten Geburtstages in Israel, in der Negev-Wüste, umgeben von lieben Freunden. Mitte März bin ich für einen Monat nach Portugal gereist. In diesem Monat habe ich wirklich gesehen, wie Gott unsere Schritte leitet, wie er mich von Ort zu Ort geführt hat, um für andere zu beten, und wie er zu meinem Herzen gesprochen hat. Im Moment gehen mir so viele Bilder durch den Kopf... Ich fühle mich sehr privilegiert, dass ich am Gedenktag für die Opfer der Inquisition dabei sein durfte und dass Gott mir Kontakte zu einigen Katholiken geschenkt hat. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich ein Ausflug mit Vera an die Küste und die wunderschönen Wildblumen dort: Ich konnte zwischen den wilden Iris liegen!!!
Meine nächste Station war wieder Israel, wo ich an der Pesach-Wanderung mit Streams in the Desert teilnahm, eine Zeit der Fürbitte mit TJCII und eine Zeit an die Quelle der Tränen verbrachte. Die Pesachwanderung war für mich körperlich eine enorme Herausforderung, aber durch die Wanderung selbst und die Kontakte auch sehr bereichernd. Dadurch heilte Gott meine Sichtweise auf die Schwierigkeiten des Lebens und stellte sie in die Perspektive von Herausforderungen während einer Wanderung, auf der es so viel Schönes zu entdecken gibt. Die Fürbitte in Jerusalem war wieder so reichhaltig! Es ist wirklich ein Segen, mit Brüdern und Schwestern in Einheit in Gottes Gegenwart zu kommen, denn dort gebietet der Herr seinen Segen (Ps 133,3). Eines Abends, als ich alleine durch die Altstadt von Jerusalem spazierte, kam es zu einer netten und spontanen Begegnung. Da stand eine junge Französin auf der Straße und sprach mit einer Katze. Ich „mischte mich in das Gespräch ein“ und wir setzten unseren Weg gemeinsam fort. Es war ein echter Moment des Austauschs, und schließlich nahm diese junge Frau im Juli an unserem Now Generation-Treffen in Frankreich teil! Ich finde es großartig zu sehen, wie viel Humor Gott hat! Dann begann meine Zeit bei der Quelle, mit immer wieder besonderen Begegnungen mit Freunden, Freunden von Freunden und völlig Fremden, die jedoch nie als Fremden gingen, sondern immer als Freunden. Der Höhepunkt war, dass ich während des zwölf Tage dauernden Krieges mit dem Iran in Israel sein durfte, einfach um mit Israel in seiner Angst und seinem Schmerz zu sein und zu beten. Ich hatte wunderbare Begegnungen mit einigen Nachbarn, die zu lieben Freunden geworden sind.
Danach machte ich auf dem Weg nach Frankreich ein paar Tage Halt auf Zypern. Von Zypern sind mir die Schönheit von Gottes Schöpfung und viele sehr bedeutungsvolle Gespräche in Erinnerung geblieben. In Frankreich konnte ich an der Now Generation-Versammlung teilnehmen und Zeuge eines Neuanfangs für TJCII Frankreich werden, Halleluja! Ich blieb in Frankreich und wurde von einigen lieben Freunden eingeladen, in die Cevennen zu kommen. Es war eine Zeit des Säens und Ausruhens, mit intimen Begegnungen mit Schmetterlingen und Bienen, in der ich meine Momente des Lobpreises hinter einem akustischen Klavier und das Lernen über die Geschichte der Hugenotten sehr genoss. Es endete mit meiner Teilnahme an einer Konferenz zum Thema Israel, wo es so schön war, den Geist in Einheit wirken zu sehen. Von dort aus fuhr ich nach Paray-le-Monial, um Familienzeit mit meiner Schwester und schließlich auch meiner Mutter zu verbringen. Diese Zeit begann mit einer großartigen Nacht des Lobpreises in der jahrhundertealten Basilika, wo ich tanzen konnte. Ein weiterer Höhepunkt war unsere zweiwöchige Reise im Wohnmobil. Aus dieser Zeit möchte ich das schöne Gespräch erwähnen, das ich vor unserer Abreise mit dem Besitzer des Wohnmobils hatte, die besondere Begegnung mit einem Reh an einem Morgen während meines Morgensports und den Moment, als das unruhige Meer fast still wurde, nachdem ich Psalm 29 laut vorgelesen hatte und mit den Worten endete: Und Gott segne sein Volk mit Shalom!
Danach kehrte ich für einige Besuche und eine Zeit der Fürbitte und Begegnungen mit TJCII nach Israel zurück. Das Fantastischste an dieser Zeit war sicherlich, dass ich eine Blinddarmentzündung bekam und operiert werden musste. Wenn Sie meinen Blog darüber noch nicht gelesen haben, kann ich Ihnen WIRKLICH empfehlen, dies hier zu tun. Wenn ich zurückdenke, bin ich immer noch erstaunt darüber, wie vielfältig und umfassend Gottes Gegenwart und Vorsehung in dieser ganzen Geschichte waren. Aufgrund meiner Operation verließ ich Israel einen Monat später als geplant und reiste direkt nach Polen, um mich in der Quelle der Tränen in Brzezinka, Oświęcim, nur 300 Meter außerhalb des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, aufzuhalten. Es ist ein ganz besonderer Ort, und es gibt viel über diese Zeit zu erzählen, was ich in einem separaten Blog tun werde. Ich möchte jedoch kurz die Konferenz erwähnen, die TJCII Polen mitten in der Adventszeit in Krakau organisiert hat. Es war wunderbar, daran teilzunehmen, mit einigen hebräischen Liedern zu helfen und einen Workshop zu geben. Der für mich besondersste Moment war, als wir nach der Konferenz mit dem TJCII Polen-Team und dem Gastredner, einem messianischen Juden aus Jerusalem, im Restaurant saßen. Irgendwann sah ich, wie sich eine besondere Verbindung zwischen ihm und dem Team hier in Polen entwickelte. Es war ein Moment, der so sehr von Gott erfüllt war! Als Letztes möchte ich noch das Mittagessen am ersten Weihnachtstag mit meinen lieben Freunden Michał und Agnieszka erwähnen. Es war eine wunderbare Zeit mit leckerem Essen, guten Gesprächen und Weihnachtsliedern in verschiedenen Sprachen.
Im Moment bin ich noch eine Woche bei der Quelle und danach reise ich in die Niederlande, um etwas Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen (und um ein paar praktische Dinge zu regeln 😉). Mitte Februar plane ich eine Reise nach Frankreich, wo wir ein Re-Birth-Treffen für TJCII Frankreich haben. Nach dem Treffen werde ich ein paar Tage mitgehen mit zwei Freunden aus Toulouse und von dort aus weiter nach Spanien reisen. Es wird mein erster Besuch in Spanien sein, und aufgrund der Geschichte der Inquisition halte ich dies für wichtig. Ich habe vor, durch Spanien nach Portugal zu reisen, um dort Ende März an der Gedenkfeier für die Opfer der Inquisition teilzunehmen. Nachdem ich Pessach gefeiert habe, werde ich wahrscheinlich nach Israel reisen, um an einer Fürbittversammlung von TJCII und einer Hochzeit teilzunehmen, zu der ich eingeladen bin. Ansonsten weiß ich, dass ich dieses Jahr möglicherweise wieder nach Südamerika reisen werde, um dort an einem Team für eine diplomatische Schulung für die Arbeit von TJCII teilzunehmen. Die gleiche Schulung wird wahrscheinlich auch wieder in Hainburg, Österreich, stattfinden, wo ich ebenfalls eingeladen bin, Teil des Teams zu sein. Im Oktober haben wir eine große Versammlung für TJCII in Israel geplant, daher gehe ich davon aus, dass ich wieder dabei sein werde. Was all das und den Rest betrifft: Gott weiß! Ich habe meine Vorstellungen, aber Gott kann meine Pläne jederzeit ändern, wie er es im letzten Jahr schon einige Male getan hat. Mein Leben und meine Zeit liegen in seinen Händen: der beste Ort, an dem ich sein kann, und auch ein bisschen abenteuerlich 😊.
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